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Die Entwicklung der E-Scooter-Nutzung in Deutschland: Eine Erfolgsgeschichte der urbanen Mobilität

1.Parkplatzfrust und Pinguinfüße

Das Küchenfenster der gemütlichen Altbauwohnung stand weit offen. Jonas hörte den Lärm der belebten Großstadt. Der warme Wind trug den verführerischen Waffelduft und die vertrauten Klänge von Joe Cockers ‚Summer in the City‘ aus einem der Straßencafés in die WG.

Genau richtig, dachte Jonas und biss gerade in das letzte Stück seiner Pizza, als sein Mitbewohner verschwitzt in die Küche stürmte.

💬 „Sorry für die Verspätung!“, rief Max außer Atem. „Bitte sag, dass noch etwas übrig ist!“


Jonas deutete auf einen zweiten Teller, auf dem ein einsames Pizzastück lag. 

„Das letzte Stück ist inzwischen wahrscheinlich kalt wie ein Pinguinfuß. Aber das bist du ja gewohnt.“
„Sehr witzig!“, sagte Max missmutig und schob den Teller in die Mikrowelle.

„Hast du wieder keinen Parkplatz gefunden?“, fragte Jonas.
„Doch!“, antwortete Max. „Am anderen Ende der Straße. Dafür bin ich heute auf der Warteliste der Hausverwaltung für einen eigenen Stellplatz auf die 27 vorgerückt.“
„Toll! Dann müssen ja nur noch 26 Leute hier wegziehen und ihren wertvollen Parkplatz aufgegeben – wie teuer ist die Miete dafür noch einmal?“
„Ach, lass mich in Ruhe.“ Max setzte sich mit dem dampfenden Pizzastück an den Küchentisch. „Du hast ja keine Ahnung, was ich jeden Tag durchmache!“
„Ich denke schon. Wenn ich mit meinem E-Scooter durch den Feierabendverkehr rolle, sehe ich das Chaos oft genug!“
Max verdrehte die Augen und biss in sein aufgewärmtes Pizzastück. „Ohne Auto kannst du trotzdem nicht mitreden!“
„OK, wenn das der Preis für ein stressfreies Leben ist … – das du ja mit übrigens mit einem E-Scooter auch ganz leicht haben könntest.“
„Nee. Lass mal. Diese Dinger sind nur was für Hipster.“
Jonas stand auf und schloss das Küchenfenster. „Quatsch! Wenn jeder auf einem E-Scooter ins Büro fahren würde, wären viele Probleme gelöst – wie dieser widerliche Abgasgeruch. E-Scooter mit Straßenzulassung sind die Zukunft, mein Freund!“
„So so“, sagte Max. „Und wie kommst du darauf?“
„Naja, ich habe Innovationsmanagement nicht umsonst studiert. Bevor ich mir meinen E-Scooter zugelegt habe, habe ich mich intensiv mit deren Entwicklung und Zukunft beschäftigt. Also – pass auf …“

Die Entwicklung der E-Scooter-Nutzung in Deutschland

2.Sommer 2019: Der Startschuss einer neuen Ära der Mobilität in Deutschland

  • Am 14. Juni 2019 wurde Deutschland fast über Nacht um ein Fortbewegungsmittel reicher: Die Bundesregierung gab mit der Verordnung für die Zulassung von Elektrokleinstfahrzeugen grünes Licht für die Nutzung von E-Scootern auf öffentlichen Straßen.
  • Die die ersten Sharing-Anbieter brachten ihre elektrischen Flitzer in die Metropolen und nach und nach stieg auch das Kaufinteresse.
  • Zunächst nutzten hauptsächlich Touristen die E-Scooter für ihre Sightseeing-Touren durch die Städte. Doch schon bald erkannten auch die Einheimischen ihren praktischen Nutzen für kurze Strecken.

3. Deutschland holt auf – E-Scooter-Nutzung im internationalen Vergleich

💡 Während die Einführung von E-Scootern in Deutschland relativ spät erfolgte, waren sie in anderen Ländern schon deutlich früher eine Selbstverständlichkeit im Straßenverkehr.

Besonders in den USA haben Städte wie Los Angeles und Austin frühzeitig auf die Flexibilität und Effizienz der E-Scooter gesetzt, was dazu führte, dass sich das neue Verkehrsmittel rasch verbreitete.

Aber auch in den südlichen europäischen Ländern wie Spanien, Frankreich und Italien sind E-Scooter schon lange ein fester Bestandteil des urbanen Verkehrs.

Als Pioniere der urbanen E-Mobilität haben diese Länder Deutschland den Weg geebnet, um die Vorteile dieser innovativen Fortbewegungsmöglichkeit zu erkennen und zu nutzen, denn wie sagt man so schön? Steter Tropfen höhlt den Stein …

4. Kontaktlose Mobilität während der Pandemie


Die E-Scooter-Nutzung in Deutschland erhielt einen weiteren Schub durch die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020.

Da die elektrischen Roller eine kontaktlose Fortbewegungsmöglichkeit boten, verlängerte sich die durchschnittliche Fahrstrecke pro Strecke bald von 1,5 auf über 2 Kilometer. Viele Städter griffen auf die E-Scooter zurück, um dem Gedränge in öffentlichen Verkehrsmitteln zu entkommen.

5. Sechs Gründe für den E-Scooter-Erfolg

Die anfänglich verhaltene Neugierde an E-Scootern entwickelte sich schnell von einem Trend zu einer etablierten Mobilitätslösung – unter anderem aus diesem drei Gründen:

 

  • Flexibilität: E-Scooter sind ideal für kurze Strecken, da sie eine schnelle Möglichkeit bieten, um von A nach B zu kommen.
  • Kosteneffizienz: E-Scooter sind günstiger im Betrieb als Autos und lassen sich in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen, wodurch sich viel Geld sparen lässt (mehr zum Thema Kosten und Sparen findet ihr hier).
  • Spaßfaktor: Viele Menschen genießen mit ihrem E-Scooter das Gefühl von Freiheit, Unabhängigkeit und dem frischen Fahrtwind, der ihnen um die Nase weht.

 

  • Umweltfreundlichkeit: E-Scooter verursachen keine Emissionen und sind somit eine umweltfreundliche Alternative zu Autos, was besonders in städtischen Gebieten zur Reduzierung der Luftverschmutzung beiträgt.
  • Leichte Handhabung: E-Scooter sind einfach zu bedienen und erfordern keine speziellen Fähigkeiten oder Schulungen, was sie für eine breite Zielgruppe attraktiv macht.
  • Platzsparend: Im Vergleich zu Autos benötigen E-Scooter viel weniger Platz, sowohl beim Fahren als auch beim Parken, was in dicht besiedelten städtischen Gebieten ein großer Vorteil ist.

6. Entwicklung von Sicherheitsregeln und technische Anforderungen für sicheren Fahrspaß

👉 Mit der Straßenzulassung der E-Scooter wurden natürlich auch neue Regeln für die Verkehrssicherheit eingeführt. So legte die Regierung 2019 eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h fest.


  • Zusätzlich gab es Initiativen zur Verbesserung der Infrastruktur, wie die Einrichtung spezieller Parkzonen und den Ausbau von Radwegen, um die Integration der E-Scooter in den städtischen Verkehr zu erleichtern.
  • Außerdem wurden einige technische Mindestanforderungen für E-Scooter vorgegeben: So müssen E-Scooter funktionierende Brems- und Lichtsysteme sowie eine ausreichende Fahrdynamik und elektrische Sicherheit aufweisen.
  • Im öffentlichen Raum dürfen nur E-Scooter mit einer gültigen Allgemeinen Betriebserlaubnis oder Einzelbetriebserlaubnis des Kraftfahrt-Bundesamtes und einer Versicherungsplakette genutzt werden.

7. Die vielversprechende Zukunft der E-Scooter als urbane Mobilitätslösung

Mittlerweile haben E-Scooter einen festen Platz im urbanen Mobilitätsmix gefunden. Während sie zunächst vor allem für „Spaziergänge“ ohne konkretes Ziel genutzt wurden, dienen sie inzwischen vermehrt als Zubringer zum öffentlichen Nahverkehr oder als Ersatz für Autofahrten auf Kurzstrecken.

👉 Im Jahr 2023 führte der ADAC eine Umfrage mit 6800 Personen durch und kam dabei zu folgendem Ergebnis


  • 16 % der Deutschen ab 16 Jahren nutzen E-Scooter
  • Fast 50 % der E-Scooter-Nutzer besitzen bereits einen eigenen
  • Für jeden siebten Nutzer steht der Fahrspaß an erster Stelle

Die Zukunft der E-Scooter sieht erfolgversprechend aus: Durch die laufenden Verbesserungen in Technologie und Infrastruktur sowie dem wachsenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung wird der E-Scooter sehr wahrscheinlich eine wichtige Rolle in der urbanen Mobilitätslandschaft spielen und zur nachhaltigen Gestaltung des Stadtverkehrs beitragen.

8. Zurück in die WG-Küche: Bald mehr Pizza für Max?

💬 Jonas lehnte sich zurück und blickte Max fragend an. „Na, überzeugt?“
Max schob seinen leeren Teller von sich weg. „Zumindest bin ich neugierig! Man müsste so einen E-Scooter vielleicht doch mal testen. Aber meinen festen Parkplatz will ich trotzdem haben – nur für den Fall der Fälle.“
„Wenn du dich damit besser fühlst“, sagte Jonas grinsend.
Max zuckte mit den Schultern. „Weißt du, es ist einfach schwer, sich von alten Gewohnheiten zu lösen. Aber vielleicht hat so ein E-Scooter doch etwas für sich.“
„Definitiv“, erwiderte Jonas. „Du wirst sehen, wie praktisch er ist, besonders in der Stadt.“
Max seufzte. „Na gut. Aber erwarte nicht, dass ich von einem Tag zum anderen zu so einem Fan wie du werde.“
Jonas zwinkerte ihm zu. „Keine Sorge. Obwohl du sehr viel entspannter wärst, wenn du dir einen E-Scooter kaufst, – und du würdest in Zukunft mehr von der Pizza abbekommen!“
„Endlich mal ein vernünftiges Argument!“, sagte Max lachend.
„Tja – wie sagte Thomas Edison so schön?“, sagte Jonas. „Jede Innovation beginnt mit einer Idee, aber es ist das Ergebnis, das zählt.“

9. Du hast ein spannendes Thema für die nächste WG-Diskussion? Teile es mit uns!

Nach unserem Abstecher in die Düsseldorfer WG von Max und Jonas bleiben eigentlich nur noch diese Fragen offen: Wie stehst du zum Thema E-Scooter?


💌 Hast du schon deine Fahrspaß-Erfahrung gemacht? Berichte uns gerne darüber und schreib uns an: marketing@weroll.de


💡Und falls du ein interessantes Thema aus der Welt der E-Mobilität kennst, über das Max und Jonas diskutieren sollten, lass es uns gerne wissen!